Archiv für März 2013

BACKSLIDE – A Dark And Blackened Night

Unglaublich aber wahr: BACKSLIDE aus Freiburg sind zurück! Damit hat wohl 10 Jahre nach ihrem letzten Album „Terror Age“ niemand mehr gerechnet.

Waren BACKSLIDE zu ihrer Anfangszeit quasi „Ikonen“ im Bereich des Streetpunks, kommen sie hier nun mit 12 melodiösen Songs um die Ecke, die in absolut keine Schublade passen. Punrkcok, Sleaze und Indie, ALKALINE TRIO, BACKYARD BABIES und sogar FOO FIGHTERS – so steht es im Infotext und das kann ich ohne weiteres abnicken! Was mir ausgesprochen gut gefällt, ist, dass die Band auch vor elektronischen Einflüssen nicht zurückschreckt und diese Elemente geschickt in ihre Songs einarbeitet, ohne dabei irgendwelche Brüche entstehen zu lassen. Produziert wurde die Scheibe Ex-REAMONN Mitglied Philipp Rauenbusch und der Sound muss sich nicht vor Vergleichen mit großen internationalen Acts scheuen.

Songs wie „Alright“ entwickeln sich schon beim ersten Mal Hören zum Hit (ich steh ja auf Chorgesänge auf fast alleinstehende Schlagzeugbeats und endlos wiederholte Refrains). „Separated“ weiß mit fettem Wechselgesang zu überzeugen und bohrt sich dadurch in die Gehörgänge. Dass BACKSLIDE auch ruhige und ernstere Töne anschlagen können, beweisen sie auf „Misery“ sehr gekonnt.
Insgesamte ist das Album sehr stark und abwechslungsreich – anders, als ich es nach 10 Jahren erwartet hätte, manchmal auch ziemlich poppig, aber dennoch auf ganzer Linie absolut überzeugend.

Das Album erscheint am 3. Mai auf CONCRETE JUNGLE RECORDS, als CD und digitaler Download. Zuschlagen!

THE GENERATORS – The Deconstruction Of Dreams

„Die Dekonstruierung von Träumen“ ist nun nicht grade der optimistischste Titel, mit dem THE GENERATORS sich nach ihrem eher durchschnittlichen Album „Last Of The Pariahs“ zurückmelden.

4 neue Songs und 2 Live-Titel finden sich auf dieser EP, die pünktlich zu ihrer Europa-Tour im Mai erscheinen wird. Den Song „Wrong Side Of The Tracks“, den das Label CONCRETE JUNGLE RECORDS vorab auf Soundcloud veröffentlicht hat, ist auch gleich DER Hit der Scheibe. (Dass der Titel auch gleichzeitig eine Mission bei „GTA – San Andreas“ KANN doch kein Zufall sein!)
Die Songs reihen sich fast zu einer Art Punkrock-Oper anneinander, eingängig, hochmelodiös und fett produziert – auch der erste der 2 Live-Songs ist qualitativ kaum vom Rest der Platte zu unterscheiden, ein wenig rumpeliger und roher, aber das weiß zu gefallen! Der letzte Song klingt dann fast, wie aus einem youtube-Video rausgeschnitten, bringt natürlich das Live-Feeling ganz gut rüber, aber hätte nicht sein müssen und trübt ein wenig den Genuss einer ansonsten spitzenmäßigen EP.

Kommt am 19. April als limitierte CD im Digipak, farbige-einseitig-bespielte 12-Inch und natürlich als digitaler Download.

BURNING LADY – Untill The Walls Fall

BURNING LADY? Jo! Neue Band aus Frankreich, die genau das macht, was das Cover und der Name verspricht – Streetpunk, in diesem Falle mit Frauengesang, was natürlich zwangsläufig an Bands wie DEADLINE oder DISTILLERS erinnert. Aber hier wird das ganze eben mit mehr „Härte“ und „Dreck“ dargeboten. Musikalisch gehts ein wenig in Richtung alte RANCID oder OXYMORON.

Auf ihrem Debütalbum „Until The Walls Fall“ gibt es 15 verdammt geile Streetpunk-Smasher, z.T. mit unglaublich sympathischen französischem Akzent im Gesang. Sängerin Sophie deckt dabei so ziemlich das gesamte gesangliche Spektrum von „liebreizend bis Reibeisen“ ab, was sehr zu gefallen weiß und ihr erstmal jemand nachmachen muss.
Laut einiger Berichte im Netz reißt das Quartett aus Frankreich live so ziemlich jede Bühne in Stücke. Ihre Songs haben auf jeden Fall das Potential.

Auch wenn Frankreich wohl bisher nicht wirklich ernstzunehmen war, was Punkrock angeht, kommt mit BURNING LADY nun eine Band, die sich ohne weiteres als „Hoffnung“ für die französische Szene bezeichnen lässt.
Das Album kommt als CD, digitaler Download und limitiertes farbiges Vinyl auf CONCRETE JUNGLE RECORDS.

Neues Video von AUF BEWÄHRUNG – „Klau dir dein Leben zurück!“

Die 4 Jungs von der Ostseeküste haben ihr neustes und allererstes Video an den Start gebracht. Guckt es euch doch mal an!

http://www.facebook.com/aufbewaehrung

MODERN PETS – Sorry. Thanks.

Wieder eine Platte, auf die ich echt lange gewartet habe. MODERN PETS sind nach unfassbar vielen Konzerten, der einen oder anderen EP endlich mit einem neuen Album zurück.

„Sorry. Thanks.“ erscheint am 3. Mai als CD und Download bei CONCRETE JUNGLE RECORDS und als LP auf P.TRASH RECORDS. Trotz Besetzungswechsel an der zweiten Gitarre: Zum Glück hat sich nix geändert, hab ich aber auch ehrlich gesagt nicht erwartet. Wer erwartet das auch von einer Band wie MODERN PETS?
Eventuell sind sie einfach NOCH melodischer geworden, bzw. technisch ausgefeilter, geilere Riffs und Gitarrensolis.

Nachwievor 77′er Punk auf so „halbgestimmten“ Gitarren, noch immer catchy Songs, noch immer sowas wie ADOLESCENTS oder BUZZCOCKS, noch immer mehrstimmiger Gesang, wo jeder der 4 Boys mal randarf. All‘ das direkt in die dreckigen Yuppieschnauzen.
Läuft gut durch die Scheibe, 23 Minuten und direkt wieder von vorne und 23 Minuten und wieder von vorne. Wird nicht langweilig! Leider habe ich nach mehrmaligem Hören (ausser dem vorab ausgekoppelten „Excessive“ und meinen persönlichen Favoriten „Access“ und dem leicht elektroorgel-experimentellen „I‘m Not A Brick“) noch keine wirklichen „Hits“ entdecken können, aber vielleicht liegt das daran, dass es einfach Hit an Hit ist oder so.

Die 10 Songs der Platte wurden nach Angaben der Band in unglaublichen 2 Tagen, unter der Aufsicht von Bretzel Göring (STEREO TOTAL) eingeprügelt, sowas kann man scheinbar als spitzenmäßig eingespielte Live-Band. Hört man auf jeden Fall nicht oder wenn doch, dann macht’s das Ganze nur noch authentischer.

Also ab 3.5. die Augen nach der CD/LP offen halten und ab dem 22.3. schonmal die EP (auf This Chearming Man) kaufen. Lohnt sich!