GOODBYE FAIRGROUND – I Started With The Best Intentions

Nach der (morgen erscheinenden – hier bestellen!) EP „Western Gold“, folgt nun das Album „I Started With The Best Intentions“ von GOODBYE FAIRGROUND auf Concrete Jungle Records.

Beim Artwork wurden, wie schon bei der EP, mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut – die CD kommt im schicken Schub-Cover, in der Verpackung ist ein limitierter Aufkleber und das Booklet ist unglaublich edel designed. Das Auge hört mit.

Die 6-köpfige Band aus Essen liefert hier 15 Songs ab (11 auf dem regulären Album + 4 „CD-only“ Bonustracks), die sich nicht vor den „großen Vorbildern“ aus Übersee verstecken müssen. Man hört den deutlichen Einfluss von Bands wie THE GASLIGHT ANTHEM, AGAINST ME! und für meine Begriffe ein wenig THE LOVED ONES.

Textlich und thematisch bewegt sich Sänger Benjamin ein wenig zwischen „Teenage Angst“ und „Quarterlife Crisis“ – das Album ist als eine Art Konzeptalbum zu verstehen und zeichnet den Lebensweg eines fiktiven Charakters, der ein relativ normales, glückliches Leben führt und doch alles andere als zufrieden wirkt. Er bricht mit seinem Umfeld und begibt sich auf ein Abenteuer, steigt hoch auf und fällt tief, beschließt zurück in sein altes Leben zu kehren und findet dann nichts ausser Trümmern wieder – klingt alles ein wenig klischeebehaftet, doch GOODBYE FAIRGROUND schaffen es, den Spagat aus Storytelling und eigenen Erfahrungen zu machen und bringen die Songs ohne erhobenen Zeigefinger auf den Punkt.

Musikalisch wird man etwa ab Sekunde 7 des ersten Songs „Nails“ vom Hocker gerissen. Unglaubliches Zusammenspiel der Gitarren mit dem Rest der Band. Das Lied schließt mit den Worten „I‘ve seen so many places, but they don‘t feel like home.“. Eine Aussage, die wohl jeder ruhelose Mensch sofort unterschreiben kann. Darauf folgen die großartige Single „Western Gold“ und das unglaublich energetische „Crossing The Tan Line“ und das hymische „Elephant Graveyard“. Absolute Anspieltipps!
Ich erwische mich immer wieder, wie ich, die Texte lesend, vor meinem Radio sitze und immer mal wieder nicke. Denn GOODBYE FAIRGROUND schaffen es einfach verdammt gut, die Situation und die Unsicherheiten der heutigen Mitt-Zwanziger-Generation auf den Punkt zu bringen. Eine Generation, die überall ihre Finger im Spiel hat, sich am Liebsten überall gleichzeitig befinden würde, aber doch nirgendwo so wirklichen Anschluß findet. Klingt pathetisch, ist es vielleicht auch. Aber alles andere als platt, denn es sind Worte, die sicher einige seit Langem suchen und die Benjamin mit seiner Band hier gefunden haben.

Und, passenderweise, das pathetische Schlußwort: Ich sehe die Hörer dieses Albums schon vor mir – Stundenlang auf der Autobahn oder alleine mit einem Glas Wein auf der Couch oder knutschend im Regen. Für all das liefern GOODBYE FAIRGROUND den perfekten Soundtrack.

Das Album kommt am 29.3. im limitierten Digipack (mit erwähnten 4 Bonus-Songs), schickem weißen Vinyl und natürlich als digitale Version via itunes und Co. Ich kann es gar nicht erwarten, dass endlich auch alle Menschen um mich herum, dieses Prachtexemplar in den Händen halten können.


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