Archiv für Januar 2013

AUTHORITY ZERO – The Tipping Point

Fast 20 Jahre sind AUTHORITY ZERO schon zusammen unterwegs. Nun folgt ihr zweites Release auf dem Nürnberger Label „Concrete Jungle Records“ mit ihrem 5. Studio-Album „The Tipping Point“.
Zwischen Auftritten auf dem Rebellion-Festival in UK, dem Groezrock in Belgien, dem Ressurection-Fest in Spanien und geplanten Touren durch Russland und Astralien – haben die Jungs aus Mesa (AZ) ihr neustes Machwerk an den Start gebracht. Der Titel der Platte ist angelehnt an das gleichnamige Buch von Malcolm Gladwell („The Tipping Point – How Little Things Can Make A Big Difference“ beschreibt das Zustandekommen und Funktionieren von Trends und wie Unternehmen die Kenntnis dieser Prozesse für das Marketing ihrer eigenen Produkte nutzen können. sagt Wikipedia). Aufgenommen wurde das Prachtstück in den Maple Studios in Kalifornien unter Leitung vom Produzenten Cameron Webb, der u.a. schon für Größen wie MOTÖRHEAD, PENNYWISE oder SOCIAL DISTORTION an den Reglern saß. Doch genug der Hintergrundinfos, wie klingt das Teil?

Ich bin ja schon länger ein großer Fan der Band um Jason DeVore und hab dem Release schon richtig entgegengefiebert und muss sagen, dass ich keineswegs enttäuscht wurde. Zuerst hatte ich Bedenken, denn schließlich musste der Ausstieg eines Gitarristen und des Drummers kompensiert werden, aber die „Neuen“ machen ihre Sache echt gut. Und ich finde, grade Sean Sellers an den Trommeln treibt den Sound der Band nochmal gut nach vorne, wie schon im Opener „No Other Place“ (übrigens einer der besten Tracks der Scheibe) deutlich wird. Die üblichen Reggae-Anleihen, die ich nur AUTHORITY ZERO gestatte, gibt es in den Songs „Today We Heared The News“ und „Struggle“ auch wieder. Meine Favoriten sind, neben dem grandiosen „No Other Place“, Songs wie „Take It Or Leave It“, „Endless Roads“ oder der Titeltrack „The Tipping Point“. Insgesamt ein sehr kurzweiliges Album, welches mir grade auch nach dem x-ten Durchlauf nicht langweilig zu werden scheint. AUTHORITY ZERO punkten wieder mit fetten Chören, bretternden und doch melodischen Gitarrenparts und dem bereits erwähnten unglaublich treibenden Schlagzeugspiel.

Das Album erscheint am 29.3. als limitiertes Digipack (mit einem saustarken Europa-exklusiven Bonustrack) und als limitiertes, farbiges Vinyl auf Concrete Jungle Records. Im April sind die Jungs auch für ein paar Termine in Deutschland, nicht entgehen lassen!

PUSRAD – Dömd Akta Dig Smarttrams

Was? 31 Songs? Na dann mal los!
Live-Review: „31 Premature Ejaculations“ steht auf dem schicken pinken Tape und schon sind wir beim dritten Song. Oh und kurz nicht aufgepasst, Song 5. Also PUSRAD kommen aus Schweden und machen wohl den Hardcore der Zukunft, so stehts zumindest im Infotext. Verrückt! Grade bin ich beim längsten Stück des Tapes angelangt, 35 Sekunden – das ist ja fast langweilig und lahm. Ah, endlich geht’s wieder nach vorn. Ich hab bisher übrigens kein Wort verstanden und es auch noch nicht geschafft in’s Booklet zu gucken, mach ich jetzt mal! Ah, sowieso alles schwedisch, na dann isses egal. Das Tape ist quasi eine Compliation von zwei 7-Inches und einer LP. Mit zunehmender Länge hab ich das Gefühl, das Tape läuft einfach nur falschrum und doppelt so schnell. Geht sowas? Ich weiß ja nicht.
Oh Halbzeit. Also interessant ist es allemal. Ich würd gerne mal auf eine Show von denen gehen! Raus kommt das Tape übrigens auf YAKUZZI TAPES, ist ja klar und ist limitiert auf 200 Stück.
Oh und nun kommt noch so eine „Rockoper“ die ’ne halbe Minute geht. Leute, das steht euch nicht. Übertreibt es nicht!

PLANNER – Demo Tape

PLANNER melodischer Hardcore im Mid-Tempo-Bereich aus Flensburg. 6 Songs sind auf diesem schicken Tape was in Kolaboration von HUMAN PARASITE und YAKUZZI TAPES entstanden ist, allesamt im heimischen Proberaum aufgenommen. In ’nem anderen Review steht, dass die wohl z.T. mal Metal gemacht haben, hört man nix von. Wieder ein anderes Review behauptet, dass der Band Druck fehlt und der Gesang hinten ansteht, kann ich auch nicht unterschreiben, find ich geil so!
Straighter Hardcore mit Punkeinflüssen und guter Attitüde wie man ihn aus Schleswig-Holstein gewöhnt ist (ich mag nicht mit SMOKE BLOW vergleichen, muss ich aber!) – mit Songs gegen die Festung Europa und gegen Stylo-Opfer macht man bei mir nie was verkehrt und schon die Titelnamen ringen mir mehr als nur einen kleinen Schmunzler ab: „Piano Reeves“ oder „Fartfinder“, herrlich! Ich bin gespannt, was da noch so kommt.

THE INSTIGATION – Demo Tape

Nette Anekdote am Anfang: Das Tape von THE INSTIGATION hat mir direkt beim Intro den Kasettenrekorder zerballert, das sollte ich ihnen eventuell in Rechnung stellen. Wie soll ich jetzt im Sommer im Park die Hipster belästigen? Egal… Krieg ich schon wieder hin.
Gut ist, dass YAKUZZI TAPES all‘ ihre Releases auch auf bandcamp online stellt, da hat man zwar nicht die schöne Aufmachung, aber kann sich ein Bild von der Mucke machen. Und dieses Bild ist bei THE INSTIGATION das folgende:
Straighter 80er Hardcore mit 77er Kante im Stile der CIRCLE JERKS (von denen sich auf der Kasette auch ein Coversong findet, genauso wie von REAGAN YOUTH) oder der ANGRY SAMOANS, der sich aber auch vor neueren Bands heimischer Gefilde wie SNIFFING GLUE oder DEAN DIRG nicht verstecken muss. Direkt aus den Straßen Shanghais, sie selbst bezeichnen sich als einzige Garage-Band der Region, die HC spielt oder als einzige HC-Band, die Garage-Songs spielt. Wie auch immer…
Angepisste Texte, ohne viel Umhergelaber, direkt auf den Punkt! Gefällt mir sehr! Ich hoffe der Rekorder ist bald wieder fit, damit ich mit DIESEM Tape in den Frühling starten kann.

Weißes Tape, rote Hülle, Texte im Booklet!